26. April  -  Umtopfen

 

Das sonnige und warme Wetter in den letzten Tagen hat für einen kräftigen Wachstumsschub der Pflanze gesorgt. Es sind auch ein paar neue Laubblätter hinzugekommen. 

 

Sobald die Wurzeln an den Rand des Blumentopfes stoßen, sollte die Jungpflanze in einen deutlich größeren Topf gesetzt werden. Die Erde darf nun schon etwas Dünger enthalten, aber noch nicht zu viel. Geeignet ist ein Gemisch aus Anzucht- und Blumenerde, bei gekaufter Erde natürlich besser Bio-Blumenerde, die es schon in vielen Baumärkten gibt.

   

Bei Verwendung von Torftöpfen kann die Pflanze mitsamt des Topfes umgepflanzt werden.
Bei Verwendung von Torftöpfen kann die Pflanze mitsamt des Topfes umgepflanzt werden.

 

Es ist sinnvoll, die Pflanze bis zu den Keimblättern in die Erde zu setzen. Das erhöht die Stabilität und sorgt für die Bildung neuer Wurzeln, sogenannter Adventivwurzeln.

Die Erde muss immer gut feucht gehalten werden, weil die Pflanze Trockenheit in dieser frühen Wachstumsphase schlecht vertragen würde.

 

Für die Aufzucht nach dem Umtopfen sollte die Temperatur etwas niedriger bei ca. 18°C liegen, da die Pflanzen sonst vergeilen, d.h. in die Höhe schießen, wobei der Stängel an Stabilität einbüßt. Dabei spielt allerdings das Verhältnis von Licht und Wärme eine wichtige Rolle. Wenn die Pflanze genügend Licht bekommt, wie z.B. in einem Gewächshaus, verträgt sie auch mehr Wärme.


Auf Fensterbänken ist es oftmals nicht hell genug, dafür aber sehr warm. Die Pflanzen strecken sich dann in die Länge und suchen förmlich nach mehr Licht. Wenn also im Haus nicht für mehr Licht gesorgt werden kann, ist es besser die Pflanze an einen kühleren Ort zu stellen.

  

Die Keimblätter schauen gerade so aus der Erde.
Die Keimblätter schauen gerade so aus der Erde.

 

Vor 70 Jahren

 

In diesen Tagen traf der britische Kriegsberichterstatter Leonard O. Mosley in Hannover ein und hielt schriftlich folgendes fest:

"Hannover sieht abweisender und wüster aus als jede andere Stadt im besetzten Deutschland, die ich gesehen habe."

 

Mosley war vor dem Krieg in Hannover gewesen und hatte die Stadt in angenehmer Erinnerung. Jetzt versucht er, sich in den Trümmern zurecht zu finden, doch es gelingt ihm nicht.

 

"Nirgends erkenne ich irgendwelche mir bekannten Einzelheiten wieder, bis ich endlich auf dieser Fahrt durch die Stadt ein Wahrzeichen entdecke, das mir vertraut ist, den Hauptbahnhof. Und in der entgegengesetzten Richtung sehe ich über eine weite Leere hinweg die große grüne Kuppel des neuen Rathauses."

 

Selbst vielen Hannoveranern erging es zu dieser Zeit ähnlich, besonders denen, die nach längerer Abwesenheit zurückgekehrt waren. Sie verliefen sich nicht selten in der unwirklichen Ruinenstadt und mussten sich an den wenigen erhalten gebliebenen Gebäuden orientieren. 

 

Modell der Stadt bei Kriegsende im Neuen Rathaus
Modell der Stadt bei Kriegsende im Neuen Rathaus

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