30. April  -  Fotosynthese

 

Tomaten lieben Sonnenlicht, je mehr desto besser, denn sie sind Meister im Betreiben der Fotosynthese. Fotosynthese ist der älteste und wichtigste biochemische Prozess auf der Erde. Ohne sie, wäre kein Leben möglich. 

 

Bis vor ca. 4,5 Milliarden Jahren bestand die Erdatmosphäre noch aus sehr lebensfeindlichen Gasen, wie Wasserstoff, Ammoniak oder Methan. Erst als sich die ersten Bakterienformen und Algen entwickelten, die in der Lage waren Fotosynthese zu betreiben, wurde die Voraussetzung für alles weitere Leben geschaffen.

 


 

 

Bei der Fotosynthese werden das Gas Kohlenstoffdioxid und Wasser in Traubenzucker umgewandelt. Die Energie für diesen Prozess gewinnt die Pflanze aus dem Sonnenlicht. Der Traubenzucker wird später u.a. in Stärke umgewandelt, die für Pflanzen ein elementarer Baustoff ist.

 

In den Blättern befindet sich der Stoff Chlorophyll, der das Licht absorbiert und für die grüne Farbe von Pflanzen sorgt.

 

Ein Abfallprodukt dieses Prozesses ist Sauerstoff, welches die Pflanze zum Leben nicht benötigt. Es entweicht an kleinen Öffnungen auf der Blattunterseite und ist quasi das Abgas der Pflanze. 

 

 

Vor 70 Jahren

 

In Hannover wurden während des 2. Weltkriegs ca. 60.000 Männer und Frauen aus fast allen Teilen Europas zur Zwangsarbeit gezwungen. Im ganzen Stadtgebiet gab es ca. 500 Arbeits- und sieben Konzentrationslager. 1944 waren über 40% aller Arbeitskräfte in hannoverschen Unternehmen Häftlinge oder Zwangsarbeiter, was einen überdurchschnittlich hohen Anteil im Vergleich zu anderen deutschen Städten darstellte. Die meisten Zwangsarbeiter kamen aus Polen, der Ukraine und Russland.

 

Als die Gefangenen am 10. April freikamen, konnten die meisten von Ihnen nicht sogleich zurück in ihre Heimat reisen, was insbesondere für die Menschen aus Osteuropa galt. Viele dieser "Displaced Persons", wie sie damals genannt wurden, blieben noch Wochen, Monate und Jahre, manche sogar ganz.

 

Befreiung des KZ Ahlem
Befreiung des KZ Ahlem

 

Die Verbrechen der Deutschen besonders an Polen und Russen rächten sich nun. Genauso wie deren Menschenrechte von Deutschen jahrelang mit Füßen getreten wurden, nahmen viele befreite Zwangsarbeiter nun keine Rücksicht auf die hannoversche Bevölkerung. Raub und Mord überschatteten den Alltag, was die Stadt noch für viele Monate in Angst und Schrecken versetzte, besonders bei Nacht. 

 

Zwar wurden schon bald wieder deutsche Hilfspolizisten eingesetzt, welche jedoch nur mit Knüppeln bewaffnet und ohne jegliche Machtbefugnis ausgestattet waren. Die englische Besatzung sah den Polizeidienst nicht in ihrer Zuständigkeit, zögerte jedoch lange, den deutschen Polizisten wieder das Tragen von Schusswaffen zu gestatten, weil sie dadurch eher eine Eskalation der Gewalt und die Wut der befreiten Zwangsarbeiter befürchtete.

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0