6. Mai  -  Geschichte der Tomate - Teil 1

 

Die Früchte meiner ältesten Vorfahren waren etwa so groß wie Johannisbeeren. Es waren Wildtomaten, die höchstwahrscheinlich in den Anden auf dem Gebiet des heutigen Chiles beheimatet waren und das Nahrungsangebot der Menschen bereicherten. 


Allmählich verbreiteten sich die Wildarten über ein größeres Gebiet der heutigen Länder Kolumbien, Bolivien und Peru. Die reichtragenden und widerstandsfähigen Urformen der Tomate wurden dann von den Mayas und Inkas ab ca. 200 v. Chr. in Kultur genommen.


Der erste Europäer, der eine Tomate zu sehen bekam, war Kolumbus. Die Pflanzenart hatte zu dieser Zeit schon etwa 1700 Jahre Kulturgeschichte verschiedener Hochkulturen hinter sich und hatte mit den Urformen wahrscheinlich nicht mehr viel gemeinsam.

  

 

Vor 70 Jahren

 

Am 6. Mai 1945 trafen sich in Hannover 130 ehemalige SPD-Mitglieder auf Einladung von Kurt Schumacher zu einer Zusammenkunft, die zur Keimzelle der westdeutschen Nachkriegs-SPD werden sollte.


In den Tagen zuvor wurde im Stadtteil Linden das "Büro Dr. Schumacher" eingerichtet, das zur inoffiziellen und zu dieser Zeit noch illegalen Parteizentrale der SPD wurde.


Kurt Schumacher gehörte schon seit den 20er Jahren zu den ärgsten Gegnern der NSDAP und musste den größten Teil der zwölfjährigen Nazi-Herrschaft in Konzentrationslager verbringen. Doch Zwangsarbeit und Misshandlungen hatten Schumacher, der bereits im 1. Weltkrieg einen Arm verloren hatte, nicht brechen können.


Schumacher begann noch vor der Kapitulation am 8. Mai mit der Organisation des Wiederaufbaus der SPD und blieb bis zu seinem Tod im Jahr 1952 Vorsitzender der Partei.

 

Kurt Schumacher bei einer SPD-Kundgebung
Kurt Schumacher bei einer SPD-Kundgebung

Kommentar schreiben

Kommentare: 0