13. Juni  -  Wissenswertes über Tomaten

 

Wie gesund sind Tomaten?

 

Tomaten enthalten zahlreiche Vitamine, wie A, B1, C, E, Niacin, sowie wichtige Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium, Calcium und Spurenelemente. 

 

Ein weiterer Bestandteil sind sekundäre Pflanzenstoffe. Diese Substanzen dienen der Pflanze z.B. als Abwehrstoff gegen Fraßfeinde oder als Schutz vor Sonnenstrahlung. Bei Tomaten gehören u.a. auch die Farb- und Aromastoffe zu diesen Sekundärverbindungen. Zu 95% bestehen Tomaten allerdings aus Wasser und sind deshalb sehr kalorienarm. 

 

Schützen Tomaten vor Krebs?

 

Der rote Farbstoff der Tomate, ein Carotinoid, heißt Lycopin. Wie die meisten Carotinoide ist Lycopin ein sogenannter Radikalfänger (Antioxidans), das heißt, es kann bestimmte reaktionsfreudige Moleküle aus dem Tomatenstoffwechsel unschädlich machen. In der Tomate schützt Lycopin das Erbgut vor der schädlichen ultravioletten Strahlung der Sonne.

 

Man vermutet, dass Lycopin durch seine antioxidative Wirkung bestimmte Krebsarten hemmen und gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen kann. Wissenschaftliche Studien konnten diesen Zusammenhang aber bisher noch nicht eindeutig belegen.

 

Rekorde rund um die Tomate

 

Der deutsche Durchschnittsbürger verzehrt im Jahr über 20kg Tomaten – mehr als von jedem anderen Gemüse.

 

3,5 kg soll die bisher schwerste Tomate gewogen haben

 

Fast 20 Meter maß die höchste Tomatenpflanze

 

1355 Tomaten trug die Pflanze mit den meisten Früchten

 


  

Woher stammen die Redewendungen "Treulose Tomate" und "Tomaten auf den Augen haben"?

 

Die erste Redewendung ist wahrscheinlich während des Ersten Weltkriegs entstanden. Italien, damals schon bekannt für seinen Tomatenkonsum, war zunächst ein Verbündeter Deutschlands, entschied sich jedoch 1915 für die Gegenseite. Aus deutscher Sicht ein Verrat, daher wird noch heute ein wortbrüchiger oder unzuverlässiger Mensch als "treulose Tomate" bezeichnet.

 

Die Herkunft von "Tomaten auf den Augen haben" ist nicht gesichert. Man vermutet, dass diese Wendung auf die geröteten Augen eines übermüdeten und daher unkonzentrierten Menschen anspielt. 

 

Einige Quellen berichten, dass der Spruch früher als Weckruf für Autofahrer benutzt wurde, die vor einer grünen Ampel standen. So als hätten diese noch das rote, runde (tomatenähnliche) Haltesignal vor Augen.

 

Im Internet sind auch Herleitungen zu finden, welche besagen, dass dieser Spruch auf die Kelten zurückzuführen sei, welche ihren Zeitgenossen mit Augenleiden zur Genesung Tomaten auf die Augen legten. Sehr zweifelhaft, denn die Kultur der Kelten wurde durch die Römer ca. 50 v. Chr. verdrängt und die ersten Tomaten kamen erst mit Kolumbus 1500 Jahre später nach Europa.

 

Dieses Beispiel zeigt, dass Informationen aus dem Internet oft mit Vorsicht zu genießen sind.


 

Vor 70 Jahren

 

Der britischen Militärregierung und der ihr unterstellten deutschen Stadtverwaltung kamen in diesen Wochen die ersten Zweifel über die Sicherstellung der Lebensmittelversorgung im kommenden Winter. Jedes nutzbare Land, wie Rasenflächen in den Stadtparks oder öffentliche Blumenbeete wurden in Garten- und Ackerland umgewandelt, so auch große Teile der Herrenhäuser Gärten.

 

Die Planungen gestalteten sich insbesondere schwierig, weil niemand den genauen Umfang der kommenden Flüchtlingsströme vorhersagen konnte. Im Sommer folgte zudem eine katastrophale Rapsernte, welcher für die Fettversorgung im Winter von größter Bedeutung war.

 

Als im Herbst die Aussichten immer bedrohlicher wurden, wies man die britischen Besatzungsoffiziere an, die deutsche Bevölkerung mit Durchhalteparolen zu stärken. Dabei bediente man sich eines Vokabulars, das der Bevölkerung aus den Kriegsjahren vertraut war, so war zunehmend von einer kommenden "Winterschlacht" die Rede.

 

Der für Hannover und Braunschweig zuständige Wirtschaftsoffizier ließ Ende November keinen Zweifel am Ernst der Lage: "Diese Winterschlacht wird für tausende Deutscher tragisch enden".


Doch die englische Militärregierung machte der Bevölkerung auch unmissverständlich klar, dass sie selbst für diese Lage verantwortlich sei.

   

Sogar vor dem Brandenburger Tor wurde in der Nachkriegszeit Gemüse angebaut. Für Hannover war leider kein vergleichbares Bild zu finden.
Sogar vor dem Brandenburger Tor wurde in der Nachkriegszeit Gemüse angebaut. Für Hannover war leider kein vergleichbares Bild zu finden.