11. Juni  -  Düngen von Tomatenpflanzen  mit Brennnesseljauche

 

Die Monate Juni und Juli sind bei Tomaten die Hauptwachstumszeit, die Pflanzen haben nun einen erhöhten Nährstoffbedarf und sind dankbar für eine Düngung. Allerdings sollte es mit dem Düngen nicht übertrieben werden, weil ein Nährstoffüberschuss auch für Krankheitsbefall sorgen kann. Ein Einrollen der Blätter kann z.B. ein Zeichen für eine übermäßige Düngung sein.

 

Im Handel gibt es die verschiedensten Düngemittel, wie z.B. schnell wirkende Flüssigdünger, Depotdünger mit Langzeitwirkung, Zwei-Stufendünger, Düngestäbchen oder Düngedrops. Flüssigdünger, der idealerweise für den Bio-Anbau geeignet sein sollte, kann z.B. einmal wöchentlich dem Gießwasser zugeführt werden.

 

Der beste Dünger ist allerdings der, den die Natur kostenfrei zur Verfügung stellt. Für Tomatenpflanzen sind insbesondere Pflanzenjauchen gut geeignet, welche, wenn sie alle 3-4 Wochen gegeben werden, für ein gesundes und kräftiges Wachstum sorgen. Besonders Brennnessel- und Beinwelljauchen haben sich in der Praxis sehr gut bewährt, sind auf einfache Weise herzustellen und wirken zudem vorbeugend gegen Pilzbefall.

 

Herstellung einer Brennnesseljauche:

Ein Fass mit 10 Liter Wasser befüllen, ca. 1kg grob geschnittene Brennnesseln einrühren und das Fass an einen sonnigen Platz stellen. Die Jauche ein bis zwei Wochen lang durchgären lassen und täglich umrühren. Zum Abmildern der Geruchsbildung kann hin und wieder Gesteinsmehl beigemischt werden. 

 

Fertig ist die Jauche, wenn sie nicht mehr schäumt und eine dunkle Farbe angenommen hat. Zum Gießen wird sie im Verhältnis 1:10 mit Wasser vermischt. Außerdem kann sie zur Schädlingsbekämpfung auf Ober- und Unterseite der Blätter gesprüht werden.