15. Juli  -  Schwitzende Blätter

 

Wie die meisten Pflanzen, können auch Tomaten hin und wieder ins Schwitzen geraten, es sammeln sich an den Blattspitzen dann viele kleine Wassertropfen. Dieser Vorgang ist allerdings weniger eine Reaktion auf zu viel Wärme, sondern hat mit dem Wasserhaushalt der Pflanze zu tun.

 

An den Unterseiten der Blätter gibt es viele kleine Öffnungen, die man Spaltöffnungen oder Stoma nennt. Über diese wird das für den Stoffwechsel der Pflanze benötigte Kohlendioxid aufgenommen und überschüssiger Sauerstoff an die Umwelt abgegeben.


Die Tomatenblätter "schwitzen"
Die Tomatenblätter "schwitzen"

 

Manchmal kommt es aber auch vor, dass Pflanzen zu viel Wasser enthalten. Das geschieht, wenn die Wurzeln weiter Wasser liefern, über die Blätter aufgrund fehlender Wärme aber nicht mehr genug verdunstet werden kann. Das überschüssige Wasser wird dann über die Spaltöffnungen nach außen transportiert, damit der Wasserdruck im Zellgewebe nicht zu groß wird. 

 

Dieser Vorgang des "Schwitzens" kann besonders im Herbst auftreten, meistens in der Nacht, wenn der Boden höhere Temperaturen aufweist als die Luft und diese dann nicht mehr so viel Feuchtigkeit aufnehmen kann. Ohne diesen Mechanismus würden Teile der Pflanzen bei bestimmten Umgebungsverhältnissen förmlich zerplatzen.