Geschichte der Kulturpflanzenvielfalt (Teil 3):  Mittelalter

(mit freundlicher Genehmigung von ProSpecieRara)

 

Früh und Hochmittelalter (ca. 800 – 1300)

Über den Gartenbau im frühen Mittelalter berichten u.a. die Hofgüterordnung von Karl dem Großen aus dem Jahre 812 sowie einige kirchliche Aufzeichnungen. Demzufolge waren zu dieser Zeit Kulturarten bekannt wie Kohl, Karotten, Pastinaken, Kohlrabi, Zwiebel, Knoblauch, Lauch, Rettich, Salat, Endivie, Melonen oder Augenbohne. Genannt werden auch Kräuter wie Schnittlauch, Petersilie, Kerbel, Bohnenkraut, Dill, Kümmel, Koriander, Thymian, Minze, Fenchel, Kresse, Senf und Anis. Roggen wird im Mittelalter zu einer Hauptgetreideart, Krapp wird als Färbepflanze eingeführt, seltener werden bereits auch Spinat und Spargel kultiviert.

 

Spätmittelalter (ca. 1300 – 1500)

In dieser Zeit gehörte die Speiserübe zu den wichtigsten Nahrungsmitteln, bis sie später von der Kartoffel verdrängt wurde. Außerdem kommen Buchweizen und Gemüseampfer als neue Kulturarten hinzu.