Geschichte des Bundessortenamts von 1956 bis 1970

 

1956

Schon vor dem Krieg gab es Bemühungen für internationale Regelungen hinsichtlich des Sortenschutzes. Dieses Vorhaben wird nun von französischer Seite wieder aufgegriffen.

 

1957 - 1963

Zahlreiche Verhandlungen für eine Harmonisierung des europäischen Sorten- und Saatgutrechts werden geführt, an denen regelmäßig auch Mitarbeiter des BSA Rethmar teilnehmen.

 

1964

Im Zuge internationaler Projekte entsteht zwischen dem Leiter des Bundes-sortenamtes D. Böringer aus Rethmar sowie den Vertretern aus Paris und London eine enge Zusammenarbeit. Aus dieser Beziehung ergibt sich über dreißig Jahre ein starker Einfluss auf die Entwicklung des Sorten- und Saatgutwesens in Europa und weit darüber hinaus.

 

1965 - 1968

Aufgrund internationaler Regelungen muss das deutsche Saatgutrecht gänzlich überarbeitet werden. Nach mehrjähriger Arbeit treten die Gesetze 1968 in Kraft.

 

1969

Vertreter des Bundessortenamts werden immer öfter zu internationalen Sortenberatungen hinzugezogen. Ab 1969 werden Amtshilfeverfahren durchgeführt für Länder wie Ungarn, Argentinien, Chile, CSSR, Iran, Israel, Japan, Kanada, Marokko, Österreich, Polen, u.a.

 

1970

Aufgrund einer notwendigen Personalaufstockung auf über 200 Mitarbeiter sowie Schwierigkeiten bei der Installierung einer ersten EDV-Anlage in Rethmar wird die Zentrale des Bundessortenamts nach Bemerode verlegt.