Geschichte des Bundessortenamts von 1971 bis 1985

 

1972

Es wird entschieden, dass in den kommenden zehn Jahren ein Neubau der Zentrale in Hannover entstehen soll.

 

1974

Erste Novellierung des Sortenschutzgesetzes von 1968. Das Artenverzeichnis wird auf zahlreiche Obstarten sowie Zierpflanzen ausgeweitet. Der erste EWG-Sortenkatalog für Gemüsearten wird veröffentlicht.

 

1975

Die Ölkrise zwingt auch das Bundessortenamt zu starken Sparmaßnahmen. Erstmals finden deutsch-deutsche Beratungen über Sorten- und Saatgutfragen mit der ostdeutschen Zentrale in Nossen bei Dresden statt.

 

1976

Flächenmäßiger Ausbau der Prüfstelle in Rethmar durch Ankauf von 52 ha

landwirtschaftlicher Nutzfläche in Clauen.

 

1977

Erstmaliger Besuch des Direktors der ostdeutschen Zentralstelle aus Nossen

H. Witt.

 

1978

Erste diplomatische Versuche, die USA in die europäischen Saatgutabkommen mit einzubeziehen. Dies erweist sich als schwierig, weil in den USA bei Pflanzen auch vom Patentrecht Gebrauch gemacht wird.

 

1979

Durch Schließungen von Prüfstellen besonders in Süddeutschland in diesem und den Jahren zuvor, konzentrieren sich die Hauptaktivitäten des Bundessortenamtes immer mehr auf den Raum Hannover.

  

1980

Bezug der neuen Zentrale in Hannover-Buchholz. Die Saatguteinsendestelle in Rethmar wird aufgegeben.

  

1984

Bundesminister Ignaz Kiechle besucht die Prüfstelle in Rethmar mit einem Hubschrauber.

 

1985

Die neugefassten Gesetze zu Sortenschutz und Saatgutverkehr treten in Kraft. Durch die zunehmende Anwendung von Bio- und Gentechnik beginnt eine weltweite Diskussion über das Verhältnis von Patent- und Sortenschutz. Das Bundessortenamt schlägt vor, das Sortenschutzgesetz auch für Tierrassen zu öffnen. 

 

Prüffelder bei Clauen in den 1980er Jahren
Prüffelder bei Clauen in den 1980er Jahren