Geschichte des Sortenwesens (Teil 5): Von Ost nach West

Hauptgebäude des Bundessortenamts in Rethmar
Hauptgebäude des Bundessortenamts in Rethmar

 

Die Zentralstelle des Reichssortenregisters befand sich in den 1930er Jahren in Berlin-Dahlem, wurde jedoch während des Kriegs nach Nossen bei Dresden verlegt. Das Gebiet um Nossen war ein wichtiger Ort für das deutsche Saatgutwesen, im nahe gelegenen Tharandt wurde bereits 1869 die erste Saatgutprüfstelle der Welt gegründet.

 

Nach Kriegsende gingen führende Personen der Zentralstelle Nossen nach Westdeutschland und führten umfangreiches Wissen und Aktenmaterial mit sich. Es wird vermutet, dass sogar Baupläne der Zentralstelle aus Nossen mit in den Westen gebracht wurden, welche beim späteren Bau des Hauptgebäudes in Rethmar als Planungsgrundlage gedient haben könnten.