Geschichte des Bundessortenamts von 1945 bis 1949

Feldarbeit in den ersten Nachkriegsjahren im neu gegründeten Sortenamt in Rethmar
Feldarbeit in den ersten Nachkriegsjahren im neu gegründeten Sortenamt in Rethmar

 

 

1945

Sämtliche Prüfstellen des Reichssortenregisters haben ihre Arbeit eingestellt. Viele Pflanzenzuchtbetriebe fliehen von Ost- und Mitteldeutschland in den Westen und lassen sich hauptsächlich in Norddeutschland nieder. Im November wird der Verband deutscher Pflanzenzüchter mit Sitz in Hannover gegründet.

 

1946

Durch die Initiative der vorläufigen Landwirtschaftskammer Hannover wird am 1. April eine zentrale Sortenregister- und Wertprüfungsstelle auf dem Rittergut in Rethmar eingerichtet.

 

1947

Von Rethmar aus wird der systematische Auf- und Ausbau der westdeutschen Sortenprüfung organisiert und gesteuert.

 

1948

Zahlreiche ehemalige Mitarbeiter des Reichssortenregisters nehmen Kontakt mit den Verantwortlichen in Rethmar auf. So können mehrere alte Prüfstellen besonders in Süddeutschland wiedererrichtet werden.

1949

Im Dezember wird erstmals eine Sortenliste veröffentlicht, die für das ganze Gebiet der neugegründeten Bundesrepublik gilt.