Geschichte des Sortenwesens (Teil 2): Saatgut im 19. Jahrhundert

 

Im 19. Jahrhundert entwickelte sich Saatgut immer mehr zur Handelsware und die Saatgutbetriebe wurden zahlreicher und größer. Allerdings gab es auch zunehmend Probleme, weil das Saatgut von sehr unterschiedlicher Qualität war. Bei Missernten forderten viele Landwirte Schadensersatz bei den Saatguthändlern.

 

Die Pflanzenzüchter hingegen fühlten sich betrogen, weil ihre kosten- und zeitaufwendige Arbeit nicht ausreichend vergütet wurde und ihre Neuzüchtungen von jedermann beliebig vermehrt oder verkauft werden konnten.

 

Gegen Ende des Jahrhunderts wurden die Stimmen lauter, die eine gesetzliche Regelung des Handels mit Saatgut und einer staatlichen Überwachung der Saatgutqualität forderten.