Geschichte des Sortenwesens (Teil 3): Kaiserzeit und Weimarer Republik

 

Die moderne Pflanzenzüchtung in Deutschland geht auf den Genetiker Erwin Baur zurück, der Anfang des 20. Jahrhunderts begann, Erkenntnisse aus der Vererbungs-lehre systematisch für landwirtschaftliche Zwecke zu nutzen.

 

Bereits 1917 beantragte Baur bei der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft (später: Max-Planck-Gesellschaft) die Einrichtung eines Instituts für Pflanzenzüchtung, welches 1928 unter dem Namen Kaiser-Wilhelm-Institut für Züchtungsforschung in Müncheberg bei Berlin gegründet wurde.

 

1929 wurde an diesem Institut der Entwurf eines ersten Saatgutgesetzes erarbeitet, der die Grundlage für die weitere Entwicklung des Sorten- und Saatgutwesens in Deutschland bildete.