Tomate "Rote Murmel"

 

Im Jahr 2010 wurde der Abschlussbericht einer mehrjährigen Studie der Universität Göttingen über die Eignung von Tomaten für den Freilandanbau veröffentlicht. Vereinfacht gesagt war die Studie eine Art Casting, bei der es galt aus mehreren tausend Tomatensorten diejenigen herauszufinden, die am besten für einen Freilandanbau in Deutschland geeignet seien. Die auserwählten Sorten sollen dann im Anschluss der Studie als Grundlage für entsprechende Zuchtprogramme dienen.

 

Ein Anlass der Studie war u.a. die Tatsache, dass die Tomate neben der Kartoffel zwar das beliebteste Gemüse bei den Deutschen sei, trotzdem aber 90% der von uns verzehrten Tomaten teuer importiert werden müssen. Praktischer und ökologischer wäre in Zukunft deshalb ein Kosten und Ressourcen sparender Feldanbau ohne aufwändige Überdachungs- und Bewässerungsmaßnahmen. Nur stehen der Landwirtschaft dafür noch keine geeigneten Sorten zur Verfügung.

 

Als Ergebnis der Studie wurden schließlich die zehn besten Tomatensorten gekürt mit der Wildtomate "Rote Murmel" als Germany's Next Top Freilandtomate.